Margaretha Rothe fragt: Nachhaltigkeit – zu welchem Preis?

2020 war ein Jahr der Extreme – bereits vor Corona. Im Amazonas und in Australien brannten die Wälder, in Europa wurden Temperaturrekorde – mal wieder – gebrochen. Das alles führte Menschen weltweit vor Augen, dass der menschengemachte Klimawandel kein Hirngespinst von Expertinnen und Wissenschaftlerinnen ist, sondern dass er existiert und bereits jetzt Einfluss auf das Leben unzähliger Menschen nimmt. Die Forderung nach einem nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsstil war und ist daher in aller Munde. Andere gingen noch einen Schritt weiter. Gerade die jungen Menschen zogen in Anbetracht existenzieller zukünftiger Gefahren in Scharen auf die Straße, um für ihr Lebensrecht in einem lebenswerten Umfeld zu protestieren. Nicht wenige fordern in diesem Zusammenhang radikale Maßnahmen: Der uns liebgewordene Lebensstil, der für viele geprägt von günstigem Essen, vom neuesten Smartphone und von Billigflügen nach Mallorca ist, müsse sich grundlegend ändern. Diese Forderungen versetzen wiederum andere in Sorge. Sie fürchten den Stellenabbau im Braunkohleabbau oder den Verlust von Existenzen in der industriellen Landwirtschaft. Ganze Wirtschaftszweige wie die Automobilindustrie stehen vor ungelösten Aufgaben. Auch hier waren wütende Proteste die Folge, allerdings gegen jegliche Form nachhaltiger Veränderung. Für die einen geht es demnach um die zukünftige, für die anderen um die gegenwärtige Existenz. Es ist absehbar, dass dieser Konflikt zwischen Alt und Jung, nachhaltiger Lebensweise und kurzfristigem wirtschaftlichen Wohlstand uns noch lange begleiten wird.

Daher stellen wir am 29.03. um 19 Uhr die Frage: Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Verfolgt unsere Diskussion hier oder auf Youtube. Stellt uns Fragen über den Twitter-Hashtag #fragtmrfragt. Wir leiten das dann an unsere Gäste während der Sendung weiter. Folgt uns auf Instagram und Twitter.

Die Podiumsdiskussion legt ihre Schwerpunkte auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen derzeitigen Handelns. In Vorbereitung setzten wir uns beispielhaft mit den alltäglichen Dingen auseinander: unseren Smartphones, unserem Fleischkonsum sowie dem Individualverkehr. Diese Videos bieten Hintergrundwissen und können auch zum Nachdenken über unser eigenes Verhalten anregen.