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Klimaschutz und Kapitalismus - ein Widerspruch?

Klimaschutz und Kapitalismus – ein Widerspruch?

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Erderwärmung, Hitzewellen und Hochwasser – die Folgen des Klimawandels gefährden zunehmend unseren Planeten. Jeder Deutsche stößt im Durchschnitt 9,1 Tonnen CO2 pro Jahr aus. Wenn die ganze Welt dem Lebensstil der Deutschen folgen würde, bräuchten wir 3 Erden, um diesen Konsum fortzusetzen.

Die Erde, auf der wir leben, und ihre Ressourcen sind begrenzt. Das kapitalistische System, was uns unseren Konsum und Komfort ermöglicht, ist jedoch auf unendliches Wachstum angewiesen. Ohne dieses stetige Wachstum würde die gesamte Wirtschaft zusammenbrechen. Klimaschutz und grenzenloser Kapitalismus lassen sich also so nicht vereinen. Klar ist aber: Wenn wir unseren Planeten erhalten wollen, müssen wir etwas ändern. Die junge Generation muss mit den Konsequenzen des Klimawandels länger leben als viele Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen, deswegen ist dieses Thema brennend heiß.

Also fragen wir uns: Gibt es eine Alternative? Gibt es ein Wirtschaftssystem, das unsere Gesellschaft und Wirtschaft aufrechterhält, aber unserem Planeten nicht schadet? Schülerinnen und Schüler am Margaretha-Rothe-Gymnasiums diskutieren darüber im Rahmen unserer jährlichen Podiumsdiskussion „Margaretha Rothe fragt…“ am 23. April. Zum 10-jährigen Jubiläum unserer Diskussionsveranstaltung arbeiten wir erstmals in Kooperation mit dem Körber Start-Hub zusammen. Wir begrüßen die Wirtschaftsjournalistin und Autorin Ulrike Herrmann, den Volkswirtschaftsprofessor und Autor Mathias Binswanger, die Mitbegründerin der „Letzten Generation“ Lea Bonasera und den Hamburgischen Klima- und Umweltsenator Jens Kerstan (B’90 / Die Grünen).

Über die Veranstaltung:

Wann: Dienstag, 23.04.2024 19:00 (Einlass: 18:30, kein Nacheinlass möglich)

Wo: Körber-Stiftung Kehrwieder 12, 20457 Hamburg

Karten: Tickets gibt es 14 Tage vor der Veranstaltung 

(https://koerber-stiftung.de/veranstaltungen/ 

→ Schulklassen wenden sich bitte direkt an das Körber Forum eren@koerber-stiftung.de )

Fragen: julia.ostrowski@mrg-online.org

Übertragung der Veranstaltung:

Wann: Freitag, 03. Mai 2024, 20:00

Wo: auf unserer Webseite oder auf Tide.tv oder im Kabelfernsehen (Tide.tv)

Unsere Gäste

Ulrike Herrmann

Die Autorin Ulrike Herrmann ist eine deutsche Journalistin und Autorin, die für ihre Arbeit im Bereich der Wirtschaftsberichterstattung bekannt ist. 

Sie ist 1964 in Hamburg geboren worden. Sie absolvierte eine Lehre als Bankkauffrau und eine Lehre als Journalistin. An der Universität Berlin studierte sie Geisteswissenschaften und Philosophie. Seit 2000 ist sie als Redakteurin bei der TAZ tätig, da arbeitet sie seit 2006 als Wirtschaftskorrespondentin. Neben ihrer  journalistischen Tätigkeit ist sie auch als Autorin aktiv, sie schrieb unter anderem das Buch Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen (2019), und das Buch Das Ende des Kapitalismus: Warum Wachstum und Klimaschutz nicht vereinbar sind – und wie wir in Zukunft leben werden (2022). Wir wollen von ihr wissen, welche Alternativen es zum fossilen Kapitalismus gibt.

Mathias Binswanger 

Mathias Binswanger ist ein Schweizer Ökonom und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie an der Hochschule St. Gallen. Er ist bekannt für seine Arbeiten im Bereich der Wirtschaftstheorie, insbesondere zu Themen wie Umweltökonomie und Wachstumstheorie. 1962 in St. Gallen (Schweiz) geboren, erlangte Binswanger 1988 das Lizenziat im Bereich der Wirtschaftswissenschaften. Seit 1998 ist er Professor für Volkswirtschaftslehre und Finance an der Fachhochschule Nordwestschweiz. Er schrieb zudem das Buch Der Wachstumszwang (2019), in welchem Binswanger argumentiert, dass Wachstum und Kapitalismus untrennbar miteinander verbunden sind. Er spricht deshalb von einem Wachstumszwang. Wir wollen von Mathias Binswanger wissen, wie man Wachstum beibehalten kann, ohne dass unser Planet unbewohnbar wird.

Lea Bonasera 

Lea Bonasera ist eine Klimaaktivistin und Mitgründerin der Organisation Letzte Generation.  Sie wurde 1997 geboren. Sie studierte Internationale Beziehungen an der Universität Oxford und schrieb ihre Doktorarbeit zu dem Thema ziviler Widerstand in Demokratien. 2021 wurde sie bundesweit bekannt für den Hungerstreik der „Letzten Generation“ neben dem Bundestag. Sie forderten damals ein öffentliches Gespräch mit den damaligen drei Kanzlerkandidaten und machten auf das politische Versagen in der Klimakrise aufmerksam. Lea Bonasera schrieb das Buch Die Zeit für Mut ist jetzt (2023). Wir wollen sie fragen, welche wirtschaftlichen Alternativen sie favorisiert.

Jens Kerstan

Jens Kerstan ist Mitglied von „Bündnis 90 / Die Grünen“ und seit April 2015 Hamburgischer Umweltsenator. Kerstan wurde 1966 in Hamburg geboren. Seit Oktober 2002 ist Kerstan Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft. In seiner Amtszeit war Kerstan unter anderem für die Rekommunalisierung der Energienetze und die Neuausrichtung der Hamburger Energiepolitik zuständig. Er befürwortete den vollständigen Kohleausstieg bis spätestens 2030 sowie die Einführung einer sozialverträglichen CO2-Steuer. Wir wollen von Jens Kerstan wissen, wie man den Kampf gegen den Klimawandel demokratisch voranbringen kann.

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Aus dem Weg, Geringverdienerin

Aus dem Weg, Geringverdienerin?!

Hier der Link zur YouTube-Premiere:

(22) Margaretha Rothe fragt: „Aus dem Weg, Geringverdienerin?!” – YouTube

Soziale Ungleichheit ist allgegenwärtig. In der Bundesrepublik Deutschland waren 2021 20,7% der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Als arm wird bezeichnet, wer monatlich weniger als 60 % des Bruttodurchschnittseinkommens von etwa 3.300 € verdient.  Doch nicht nur durch Armut lässt sich soziale Ungleichheit feststellen. Auch in dem Bereich Gender ist diese Problematik sehr verbreitet.

Deutschland liegt beim sogenannten Gender Pay Gap aktuell europaweit auf dem viertletzten Platz. Der Grund hierfür liegt darin, dass Frauen im Durchschnitt 20 % weniger verdienen als Männer. Auch in der unbezahlten Care Arbeit (Sorge- oder Pflegearbeit) sind Frauen mit rund drei Stunden mehr Arbeit am Tag gegenüber Männern benachteiligt.

Diese Ungleichheiten beeinträchtigen das Leben der Betroffenen nicht nur massiv, sie bergen auch gesellschaftlichen und politischen Sprengstoff. Deshalb ist es maßgeblich, die Problemfelder aufzuzeigen und Lösungen zu finden: Wie kann die Ungleichheit zwischen Geschlechtern und Schichten in der Bundesrepublik Deutschland bekämpft werden?

Darüber diskutieren wir am 20. Februar mit Marlene Engelhorn (Autorin und Millionenerbin), Dominik Bloh (ehemaliger Obdachloser, Autor und Mitgründer des Projektes „GoBanyo”), Francis Seeck (Kulturanthropolog*in, Autor*in und Antidiskriminierungstrainer*in) und Markus M. Grabka (Wirtschaftswissenschaftler und Autor).

Über die Veranstaltung:

Wann:  Montag, 20. Februar 2023, 19 Uhr (Einlass bis 18.30 Uhr, kein Nacheinlass möglich)
Wo:  neue Aula des Margaretha-Rothe-Gymnasiums (Langenfort 5, 22307 Hamburg)
Eintritt:  1,- € (Vorverkauf, ggf. Restkarten an der Abendkasse)
Fragen und Kartenreservierungen bitte an: georgina.onwuka@mrg-online.org

Übertragung der Veranstaltung durch TIDE.tv

Wann: Freitag, 03. März 2023, 20 Uhr 
Wo:  auf unserer Website oder auf Tide.tv oder im Kabelfernsehen

Wer sind unsere Gäste?

Dominik Bloh

Dominik Bloh

Dominik Bloh ist Autor und Mitgründer des Projektes „GoBanyo”. Er war über zehn Jahre obdachlos und engagiert sich seit 2015 in der Geflüchtetenhilfe Hamburg.

1988 wurde er in Neu-Ulm, Bayern geboren, seine Familie ist jedoch viel umgezogen, bis er schließlich mit seiner alleinerziehenden Mutter in Hamburg wohnte.

Nachdem Bloh mit 16 Jahren obdachlos wurde, entschied er sich trotzdem dazu, sein Abitur zu machen. Seit 2015 lebt Bloh nicht mehr auf der Straße und engagiert sich seitdem in der Geflüchtetenhilfe Hamburg. Ebenfalls veröffentlichte er 2018 seine Autobiografie „Unter Palmen aus Stahl”, in der er seine Vergangenheit auf der Straße schildert. 2019 gründete er mit Mitstreitern die Initiative „GoBanyo”, in welcher es darum geht, Obdachlosen einen Platz zum Duschen zur Verfügung zu stellen. Im November 2020 erweiterten sie den in den Jahren zuvor ausgebauten Duschbus zu einem Duschdorf, welches nach über 10.000 Duschen im November letzten Jahres wieder beendet wurde.

Am 05.12.2022 wurde Bloh vom deutschen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz für sein besonderes Engagement ausgezeichnet.

Wir möchten von Dominik Bloh wissen, was Armut und Obdachlosigkeit konkret bedeuten können und welche politischen Gegenmaßnahmen ergriffen werden sollten.

Marlene Engelhorn

Marlene Engelhorn ist Autorin und Aktivistin. Sie erfuhr 2019 von ihrem  Millionenerbe und setzt sich seitdem für eine gerechte Verteilung von Reichtum ein.

Sie wurde 1992 in Wien, Österreich geboren und wuchs in einer sehr wohlhabenden Familie auf. Engelhorn besuchte sowohl einen privaten Kindergarten als auch eine Privatschule, auf der sie ihr Abitur machte. Sie studierte Germanistik an der Universität Wien, als sie von ihrem zukünftigen Erbe erfuhr. Engelhorn hat vor, 90% dieses Geldes zu spenden, und erlangte dadurch große mediale Aufmerksamkeit. Sie ist außerdem im internationalen Netzwerk „Millionaires for Humanity” aktiv, welches sich für einen Wandel im System einsetzt, in welchem Reichtum gerecht verteilt werden kann. Außerdem engagiert sie sich mit der Initiative #taxmenow mit Mitstreiter*innen aus dem deutschsprachigen Raum für eine höhere Besteuerung von Millionenvermögen. 2022 erschien ihr erstes Buch Geld.

Engelhorn setzt sich für eine Erbschaftssteuer in Österreich ein. Wir möchten sie fragen, inwiefern sich ihre finanziellen Privilegien auf ihre Bildungslaufbahn auswirkten und was sich durch eine Erbschafts- oder Vermögenssteuer verändern könnte.

Francis Seeck

Francis Seeck ist Kulturanthropolog*in, Geschlechterforscher*in, Antidiskriminierungstrainer*in und Autor*in. Seeck forscht und lehrt zu Klassismus und veröffentlichte bereits eine Mehrzahl an
Büchern, zuletzt Zugang verwehrt. im Jahr 2022.
Francis wurde 1987 in Ostberlin geboren und wuchs als Kind einer langzeitarbeitslosen alleinerziehenden Mutter auf. Von 2008 bis 2016 studierte Seeck dann Kulturwissenschaften an der Europa-Universität in Frankfurt (Oder) und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität Berlin (HU). Zwischen 2020 und 2021 hatte Francis eine Vertretungsprofessur für Sozialarbeitswissenschaft an der Hochschule Neubrandenburg inne.
Anschließend promovierte Seeck an der HU und forscht dort seit 2021 als Postdoktorand*in. 2021 erschienen die beiden Bücher Solidarisch gegen Klassismus und Care trans_formieren erhältlich. 2022 folgte die Streitschrift Zugang verwehrt, in der Seeck die Auswirkungen von sozialer Diskriminierung aufzeigt.
Wir möchten von Francis wissen, welche Rolle Gender und Klasse bei sozialer Ungleichheit spielen und welche konkreten Lösungsansätze es gibt.

Markus M. Grabka

Markus M. Grabka wurde 1968 geboren und arbeitet am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Im Laufe der Jahre war Grabka an unzähligen wissenschaftlichen Projekten, Forschungen und Veröffentlichungen beteiligt und gewann mehrere Preise. Grabka studierte Soziologie und Informatik an der Technischen Universität Berlin.
Beratend war er bereits für die Bundesregierung sowie für die OECD tätig. Grabka publizierte auch schon in zahlreichen internationalen Fachzeitschriften und gewann 2005 den 10. Wissenschaftspreis im Gesundheitswesen.
Wir möchten von Grabka wissen, wie die Verteilungen von Einkommen und Vermögen konkret aussehen und welche Schlüsse hieraus gezogen werden sollten.

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Windräder gegen den Krieg – wie aussteigen aus der fossilen Abhängigkeit?

Windräder gegen den Krieg

Margaretha Rothe fragt: Windräder gegen den Krieg – wie aussteigen aus der fossilen Abhängigkeit?

Die Folgen des anthropogenen Klimawandels sind spätestens seit den Überschwemmungen im Ahrtal 2021 auch in Deutschland deutlich spürbar. Kritiker:innen bemängeln, dass die deutschen Bundesregierungen der vergangenen Jahre nicht genug unternommen hätten, um dem Pariser Klimaschutzabkommen mit dem 1,5-Grad-Ziel Folge zu leisten. Die Sachverständigen des IPCC betonen stattdessen, dass dieses Ziel bei der derzeitigen Politik erheblich verfehlt würde, mit katastrophalen Konsequenzen weltweit. Die Frage, die sich für uns stellt, lautet, was konkret bei dieser mangelhaften Politik droht – insbesondere in der BRD.

Anfang 2022 änderte sich weiterhin die sicherheits- und energiepolitische Lage der BRD durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine massiv. Es gibt viele Menschen, die bemängeln, dass die BRD das russische Regime mit Öl- und Gasimporten unterstütze. Diese Importe stellten bisher erheblich die bundesdeutsche Energieversorgung sicher. Auf der anderen Seite befürchten viele Menschen steigende Energiekosten, wogegen lauthals protestiert wird. Die Frage, die sich hier stellt, lautet, wie viel Leid und Elend uns in der BRD die Energieversorgung Wert ist. 

Die aktuelle Regierung muss mit diesen beiden massiven Problemlagen – Klimawandel und blutiges Öl – umgehen: Wie wird die BRD so schnell wie möglich fossilfrei?

Um diese komplexen Probleme zu diskutieren, haben wir unsere Gäste Volker Quaschning (Autor, Podcaster und Professor für regenerative Energien), Uwe Heuser (Leiter des Ressorts „Green“  bei der „Zeit“)  sowie Emilia Fester (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) eingeladen.

Verfolgt unsere Veranstaltung am 19.06.2022 um 20.15 Uhr auf dem Hamburger Bürgerkanal „Tide“ oder hier auf unserer Website.

Ihr findet uns ebenfalls auf Instagram und TikTok. Schaut gerne einmal vorbei und abonniert unsere Kanäle!

Wir freuen uns auf folgende Gäste:

Volker Quaschning

Volker Quaschning ist ein deutscher Ingenieurwissenschaftler und Professor für das Fachgebiet regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin.

1969 wurde Quaschning in Leonberg, Baden-Württemberg geboren, wuchs allerdings in Frankfurt am Main auf und machte dort auch sein Abitur an der Wöhlerschule. Von 1988 bis 1993 studierte er Elektrotechnik in Karlsruhe und engagierte sich nebenbei als Umweltreferent und Fachschaftsleiter. Nach seinem Abschluss zog Quaschning nach Berlin und promovierte dort an der Technischen Universität . Im Laufe seiner Karriere schrieb er viele Bücher, darunter sein aktuellstes „Energierevolution JETZT!“. Quaschning betreibt zusammen mit seiner Frau den Podcast „Das ist eine gute Frage“, in dem die beiden regelmäßig über die Klimakrise und die Energierevolution sprechen. Zu diesen Themen lädt er auch auf seinem eigenem Youtube Kanal regelmäßig Videos hoch.

Da unsere heutige fossile Energieversorgung eine Hauptursache der Klimakrise darstellt, setzt sich Quaschning für erneuerbare Energieformen ein, um die schlimmsten Folgen der Klimakrise noch zu verhindern. Wir wollen von ihm wissen, wie eine fossilfreie Energieversorgung in der BRD sichergestellt werden kann.

Stefan Wenzel

Peer Stefan Wenzel ist ein deutscher Politiker, Mitglied der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ und seit 2021 Teil des deutschen Bundestages.

Geboren wurde Wenzel am 5. Mai 1962 in Nakskov, Dänemark, erlangte sein Abitur aber in Wellendorf, Niedersachsen. Nachdem er zwei Jahre lang als Waldarbeiter und in der Landwirtschaft beschäftigt war, studierte er Agrarökonomie an der Georg-Augustin-Universität in Göttingen.

Zudem war er in einem SOS Kinderdorf in Bolivien und einem genossenschaftlichen Existenzgründungsprojekt in Argentinien tätig.

Seit 1986 ist er Teil von „Bündnis 90/Die Grünen“ und war von 1993 bis 1995 Mitglied im niedersächsischen Landesvorstand. Den größten Ausschnitt seiner politischen Karriere hat Stefan Wenzel allerdings als Teil des Landtages in Niedersachsen verbracht.

Von 2013 bis 2017 war er niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Ab 2017 war er dann zuletzt Forsitzender des Ausschusses für Haushalt und Finanzen, bis er 2021 in den Bundestag gewählt wurde.

Stefan Wenzel setzt sich vor allem für Küstenschutz, die Energiewende, aber auch die nukleare Sicherheit ein.

Da Klima- und Sicherheitspolitik zur Zeit in engem Zusammenhang stehen, sind wir vor allem gespannt darauf, zu hören wie die Bundesregierung die beiden Themen miteinander vereinbart und ob, und wenn ja wann, Kompromisse zu verantworten sind.

Uwe Jean Heuser

Uwe Jean Heuser ist ein deutscher Wirtschaftsjournalist. Er wurde 1963 geboren und besuchte das Siegtal-Gymnasium in Eitorf, Nordrhein-Westfalen. Danach studierte er Volkswirtschaftslehre in Bonn und in Berkeley in den USA. Heuser erlangte seinen Master-Titel an der Harvard University in Cambridge und promovierte daraufhin in Köln.

2004 gewann Heuser den Herbert Quandt-Medienpreis für die Artikelsammlung „Schöpfer und Zerstörer“. 2011 erhielt er dann den Dietrich-Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen. Er wurde 2005 von der Leuphana-Universität Lüneburg zum Honorarprofessor ernannt.

Seit 1992 arbeitet Heuser bei der Zeit, wo er im Herbst 2021 das neue Ressort „GREEN“ gründete.

Bis 2021 war er noch Leiter des Wirtschaftsressort. Er beschäftigt sich überwiegend mit den Themen Klimawandel und Wirtschaft und hat zu diesen Themen zwischen 2000 und 2013 vier Bücher veröffentlicht. Von Heuser wollen wir wissen, ob und wie wir unseren Wohlstand in einer fossilfreien Welt sichern können.

Unsere Infovideos:

Klimawandel – was wissen wir?

Klimawandel – was tun wir?

Das Klimaschutzgesetz von 2019

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Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Unsere Gäste

Christoph Ploß

Christoph Johannes Ploß ist der Landesvorsitzende der CDU Hamburg und promovierter Historiker. Ploß wurde am 19. Juli 1985 in Hamburg geboren und absolvierte 2005 sein Abitur an der „Gelehrtenschule des Johanneums“ in Hamburg-Winterhude. Nach dem Zivildienst nahm er sein Politik- und Geschichtswissenschaftsstudium an der Universität Hamburg auf, das er 2009 mit einem Master of Arts abschloss. Ploß promovierte im Jahr 2017 an der Universität Hamburg und war in dieser Zeit Mitarbeiter des CDU-Bundestagsabgeordneten Dirk Fischer.
2005 trat Christoph Ploß in die CDU ein. Er wurde 2008 in die Bezirksversammlung Hamburg-Nord gewählt und ist seit 2010 Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Winterhude. Zudem ist Ploß seit 2016 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Hamburg-Nord. Von 2011 bis 2017 war er stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion sowie Fraktionssprecher für Umwelt und Verkehr. Schließlich zog er 2017 in den Bundestag ein und ist seit dem 26. September 2020 der Vorsitzende der CDU Hamburg. Ploß fordert, die Wirtschaftspolitik in den Mittelpunkt zu rücken und diese weitsichtig mit der Klimafrage zu verbinden. Zudem setzt er sich für die Weiterentwicklung der Europäischen Union, der Verkehrs- und Infrastrukturpolitik sowie Generationengerechtigkeit ein.

In unserer Diskussion wollen wir herausfinden, wie Herr Ploß zu der Agenda 2030 steht. Außerdem interessiert uns, wie er plant, Klima- und Wirtschaftspolitik zusammenzubringen.

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Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Unsere Gäste

Nina Scheer

Nina Scheer ist Umwelt- sowie Energiepolitikerin in der SPD. Zudem war sie als Juristin und Musikerin tätig.
Scheer wurde am 11. September 1971 in Berlin geboren und absolvierte 1991 ihr Abitur in Bonn. Anschließend studierte sie an Musik in Essen. 1996 schloss sie dieses Studium mit der künstlerischen Abschlussprüfung ab und studierte anschließend Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn, wo sie 2001 das Erste Staatsexamen ablegte. Scheer wurde 2008 an der Universität Leipzig im Fach Politikwissenschaft promoviert. Seit 1987 ist Nina Scheer Mitglied der SPD und seit 2011 Mitglied der Grundwertekommission der SPD. 2013 trat sie in den Deutschen Bundestag ein. Sie ist die stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Umwelt der SPD-Bundestagsfraktion, sowie die Kreisvorsitzende der SPD Herzogtum Lauenburg. 2015 bis 2018 war sie Mitglied der Landesvorstands der SPD Schleswig-Holstein und seit 2019 ist sie Mitglied des Landesparteirats der SPD Schleswig-Holstein.
Scheer fordert strukturelle Veränderungen im Sinne der Nachhaltigkeit. Die jetzigen Maßnahmen zur Nachhaltigkeit sind ihrer Meinung nach nicht ausreichend. Vor allem sieht sie Potenzial in den erneuerbaren Energien, auf welche man sich fokussieren solle.

In unserer Diskussion wollen wir herausfinden, inwiefern die jetzigen Maßnahmen der Bundesregierung verändert werden müssen, wie sie zu der Agenda 2030 steht und ob und wie eine soziale Umwelt- und Klimapolitik umsetzbar ist.

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Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Unsere Gäste

Eva von Redecker

Eva von Redecker ist Philosophin, freischaffende Publizistin und Autorin mit den Schwerpunkten feministischer Theorie, sozialem Wandel sowie der Kritik des Eigentumsbegriffs. Sie wurde 1982 geboren und ist auf einem Biobauernhof aufgewachsen. Sie studierte an den Universitäten Kiel, Tübingen, Cambridge und Potsdam Germanistik, Philosophie und Geschichte was sie 2009 abschloss.
2009-2019 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Humboldt-Universität in Berlin am Lehrstuhl für Sozialphilosophie. 2020 trat sie ein Marie- Klodowska-Curie-Fellowship an der Universität Verona in Italien an. Vor allem ihr 2020 veröffentlichtes Buch „Revolution für das Leben. Philosophie der neuen Protestformen“, das sich auch mit der Klimabewegung „Fridays for Future“ beschäftigt, erhielt viel Aufmerksamkeit. Aktuell arbeitet von Redecker an einem Forschungsprojekt zum autoritären Charakter. Für von Redecker stehen Kapitalismus und Ökologie im klaren Konflikt. Sie fordert eine langsame, kreative sowie auf Gemeinschaft basierende Revolution des kapitalistischen Systems.

In unserer Diskussion wollen wir herausfinden, inwiefern Kapitalismus Nachhaltigkeit im Weg steht und welche Alternativen denkbar sind.

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Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Unsere Gäste

Carsten Rolle

Carsten Rolle ist sowohl Abteilungsleiter für Energie- und Klimapolitik beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) als auch Geschäftsführer des Weltenergierats Deutschland / World Energy Council. Er wurde am 27. April 1970 in Bonn geboren und hat in Münster und am Trinity College der University of Dublin Volkswirtschaftslehre studiert.
1996 legte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster sein Diplom in Volkswirtschaftslehre ab.
Am Zentrum für angewandte Wirtschaftsforschung Münster war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter für internationale Benchmarkingprojekte im Auftrag der Bertelsmann Stiftung tätig.
2000 promovierte er mit dem Schwerpunkt europäische Regionalpolitik.
Von 2001 bis 2008 war er im BDI für den Themenbereich Telekommunikation zuständig. Seit 2005 ist er Geschäftsführer des Weltenergierats/ World Energy Council und seit 2008 Abteilungsleiter Energie- und Klimapolitik des BDI. Carsten Rolle setzt sich für die Energiewende in Deutschland mithilfe neuer Technologien ein. Er setzt große Hoffnungen in neue Innovationen wie Wasserstoffstrategien. Als Vertreter des BDI legt er jedoch Wert darauf, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen in der Energiewende nicht leiden darf.

In der Diskussion wollen wir erörtern, welche Chancen Herr Rolle konkret in den neuen Technologien sieht und inwieweit die deutsche Industrie bereit ist, sich den immensen Herausforderungen des Klimawandels zu stellen.

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Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Unsere Gäste

Gregor Gysi

Gregor Gysi ist Jurist und eines der bekanntesten Gesichter der Partei „Die Linke“. Weiterhin ist er als freier Schriftsteller tätig. Am 16.1.1948 wurde er in Berlin geboren und absolvierte im Jahre 1966 sein Abitur an der Oberschule „Heinrich Hertz“ sowie seine parallel laufende Ausbildung zum Facharbeiter für Rinderzucht im VEG Blankenfelde. Von 1966-1970 legte er sein Jurastudium an der Humboldt- Universität im damaligen Ost-Berlin ab und promovierte auch hier im Jahre 1976.
In seiner Tätigkeit als Jurist seit 1971 verteidigte Gysi unter anderem Systemkritiker der DDR wie Rudolf Bahro. Nach seiner Amtszeit als Vorsitzender der damaligen PDS-Fraktion zog er 1990 in den Deutschen Bundestag ein, dem er mit kurzer Unterbrechung bis heute angehört. Gysi gilt als einer der prägendsten Politiker während des deutsch-deutschen Einigungsprozesses. 2005 bis 2015 wurde er Fraktionsvorsitzender der Partei „Die Linke“. Seit 2016 ist Gysi Präsident der „Europäischen Linken“.
Gysi vertritt die Position, dass Umwelt-und Klimapolitik nicht auf Kosten der ärmeren Bevölkerung gehen dürfe und mit der Sozialpolitik im Einklang stehen solle. Auch seine Partei „Die Linke“ benennt sowohl soziale Gerechtigkeit als auch Nachhaltigkeit als Ziel.

In unserer Diskussion wollen wir herausfinden, ob und wie eine solche soziale Umwelt-und Klimapolitik umsetzbar ist und welche wirtschaftlichen Auswirkungen sie haben könnte.

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Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Unsere Gäste

Luisa Neubauer

Luisa-Marie Neubauer ist eine Klimaschutzaktivistin und das deutsche Aushängeschild der „Fridays for Future“-Bewegung.
Am 21. April 1996 wurde sie in Hamburg geboren und legte 2014 ihr Abitur am Marion-Dönhoff-Gymnasium in Hamburg-Blankenese ab.
Neubauer studiert seit 2015 Geographie an der Georg-August-Universität Göttingen und arbeitet derzeit noch an ihrem Master-Abschluss. Seit 2016 ist sie Jugendbotschafterin der entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation ONE.
2018 nahm sie als Delegierte am G7-Weltjugendgipfel in Ottawa teil.
Gemeinsam mit dem Politökonomen Alexander Repenning veröffentlichte sie 2019 das Buch „Vom Ende der Klimakrise“. Sie betreibt einen Podcast auf „Spotify“. Luisa Neubauer ist Mitglied von „Bündnis 90 / Die Grünen“. Sie steht für eine kompromisslose Klimapolitik und fordert von Politik und Industrie mindestens die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens.
Dazu gehört nach ihrem Verständnis auch die Bereitschaft der Wirtschaft, auf Wachstum zu verzichten.

In der Diskussion wollen wir herausfinden, ob es einen gemeinsamen Weg von Klimaaktivisten und Industrie geben kann. Wie steht Luisa Neubauer zur Klimaschutz-Strategie der Bundesregierung und den klimapolitischen Anstrengungen der deutschen Industrie? Welche konkreten Lösungsvorschläge hat sie?

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Nachhaltigkeit – zu welchem Preis?

Nachhaltigkeit – zu welchem Preis?

 

2020 war ein Jahr der Extreme – bereits vor Corona. Im Amazonas und in Australien brannten die Wälder, in Europa wurden Temperaturrekorde – mal wieder – gebrochen. Das alles führte Menschen weltweit vor Augen, dass der menschengemachte Klimawandel kein Hirngespinst von Expertinnen und Wissenschaftlerinnen ist, sondern dass er existiert und bereits jetzt Einfluss auf das Leben unzähliger Menschen nimmt. Die Forderung nach einem nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsstil war und ist daher in aller Munde. Andere gingen noch einen Schritt weiter. Gerade die jungen Menschen zogen in Anbetracht existenzieller zukünftiger Gefahren in Scharen auf die Straße, um für ihr Lebensrecht in einem lebenswerten Umfeld zu protestieren. Nicht wenige fordern in diesem Zusammenhang radikale Maßnahmen: Der uns liebgewordene Lebensstil, der für viele geprägt von günstigem Essen, vom neuesten Smartphone und von Billigflügen nach Mallorca ist, müsse sich grundlegend ändern. Diese Forderungen versetzen wiederum andere in Sorge. Sie fürchten den Stellenabbau im Braunkohleabbau oder den Verlust von Existenzen in der industriellen Landwirtschaft. Ganze Wirtschaftszweige wie die Automobilindustrie stehen vor ungelösten Aufgaben. Auch hier waren wütende Proteste die Folge, allerdings gegen jegliche Form nachhaltiger Veränderung. Für die einen geht es demnach um die zukünftige, für die anderen um die gegenwärtige Existenz. Es ist absehbar, dass dieser Konflikt zwischen Alt und Jung, nachhaltiger Lebensweise und kurzfristigem wirtschaftlichen Wohlstand uns noch lange begleiten wird.

Daher stellen wir am 29.03. um 19 Uhr die Frage: Nachhaltigkeit – zu welchem Preis? Verfolgt unsere Diskussion hier oder auf Youtube. Stellt uns Fragen über den Twitter-Hashtag #fragtmrfragt. Wir leiten das dann an unsere Gäste während der Sendung weiter. Folgt uns auf Instagram und Twitter.

Die Podiumsdiskussion legt ihre Schwerpunkte auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen derzeitigen Handelns. In Vorbereitung setzten wir uns beispielhaft mit den alltäglichen Dingen auseinander: unseren Smartphones, unserem Fleischkonsum sowie dem Individualverkehr. Diese Videos bieten Hintergrundwissen und können auch zum Nachdenken über unser eigenes Verhalten anregen.