Kategorien
Ist die Demokratie noch zu retten?

Ist die Demokratie noch zu retten?

Margaretha Rothe fragt:

Ist die Demokratie noch zu retten?

Die Herrschaft des Volkes – die Demokratie: Sie garantiert uns Bürger*innen Grundrechte, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit. Sie ermöglicht politische Teilhabe und freie Meinungsbildung. Dennoch werden ihre Institutionen zunehmend ausgehöhlt und demokratische Werte immer stärker angegriffen.

Laut einer Umfrage der Körber-Stiftung im Jahr 2025 haben 53% der Bevölkerung wenig oder geringes Vertrauen in die Demokratie. Expert*innen sehen in der immer größer werdenden sozialen Ungleichheit den Grund für diese Unzufriedenheit und die zunehmende Radikalisierung: Die Anzahl der Kinder, die in Armut aufwachsen oder von Armut bedroht sind, liegt bei 2,2 Millionen. Gleichzeitig steigt die Anzahl und das Vermögen der Milliardäre in Deutschland. Damit rückt Deutschland im weltweiten Vergleich auf Platz 4 der Länder mit den meisten Milliardären. Dennoch scheint dieser Widerspruch weder in der Politik noch in der Gesellschaft als veränderbares Problemwahrgenommen zu werden.

Fest steht: Die Demokratie ist kein Selbstläufer mehr. Wir fragen uns nicht nur, ob es sich lohnt die Demokratie zu retten, sondern auch wie sie gerettet werden kann: Reicht es, Bürger*innen durch Bildung auf diese schwierige Aufgabe vorzubereiten? Muss soziale Ungleichheit im Land reduziert werden, damit politische Teilhabe aller keine Illusion bleibt? Muss der Bevölkerung die Macht genommen werden, damit die Demokratie geschützt werden kann?

Schüler*innen des Margaretha-Rothe-Gymnasiums diskutieren darüber im Rahmen unserer jährlichen Podiumsdiskussion „Margaretha Rothe fragt…“ am 02. April 2026 mit Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz, der Veranstalterin des jährlichen Demokratie-undToleranz-Festivals „Jamel rockt den Förster“ Birgit Lohmeyer sowie dem Blinkist-Gründer und Autor von Toxisch reich Sebastian Klein.

Über die Veranstaltung

Wann: Donnerstag, 02. April 2026, 19:00 Uhr (Einlass um 18:30 Uhr, kein Nacheinlass möglich)
Wo: Aula des Margaretha-Rothe-Gymnasiums (Langenfort 5, 22307 Hamburg)
Eintritt: frei; Presseanfragen bitte an julian.deneke@mrg-online.org; Klassenanfragen bitte an ella.buschhueter@mrg-online.org
Weitere Infos und der Livestream unter: www.mrfragt.mrg-online.de

Ausstrahlung der Veranstaltung auf Tide.tv

Wann: noch nicht terminiert. Weitere Informationen über: www.mrfragt.mrg-online.de
Wo: Kabelfernsehen (Tide.tv) und hinterlegt auf unserer Homepage

Über uns

„Margaretha Rothe fragt…“ ist die führende politische Diskussionsveranstaltung an Hamburger Schulen. Seit 2014 fragen Schüler*innen des Margaretha-Rothe-Gymnasiums Menschen zu allem, was gerade politisch, gesellschaftlich oder wirtschaftlich wichtig ist. In den vergangenen Jahren durften wir namhafte Gäste wie Robert Habeck, Luisa Neubauer, Gregor Gysi, Charlotte Knobloch, Kevin Kühnert und Peter Tschentscher begrüßen. Wir kooperieren mit dem Bürgerkanal TIDE.tv und werden gefördert von der Claussen-Simon-Stiftung.

Unsere Gäste

Foto: Bundesregierung/Thomas Köhler/Photothek

Wir alle kennen Olaf Scholz als früheren Bundeskanzler und Ersten Bürgermeister von Hamburg. Doch sein politischer Weg begann schon lange vor diesen beiden Ämtern. Olaf Scholz, geboren am 14. Juni 1958 in Osnabrück, wuchs in Hamburg auf. Er entdeckte früh seine Leidenschaft für Politik, weshalb er sich 1975 der SPD anschloss. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften und arbeitete ab 1985 als Anwalt. Doch Politik blieb für ihn nie nur ein Nebeninteresse 1998 zog er erstmals in den Bundestag ein und übernahm von Jahr zu Jahr stetig mehr Verantwortung. Er führte Hamburg als Bürgermeister und schließlich Deutschland als Bundeskanzlerdurch herausfordernde Zeiten und setzte sich dabei insbesondere für soziale Gerechtigkeit und Stärkung der Demokratie ein. Er betont die Wichtigkeit der Demokratie, da diese ermögliche, dass alle Menschen sich an Veränderungen beteiligen könnten. Heute bleibt Olaf Scholz politisch aktiv, auch wenn er bei der letzten Kanzlerwahl nicht wiedergewählt wurde. Er bleibt als Abgeordneter dem Bundestag erhalten und setzt sich weiterhin für die Ziele seiner Partei ein. Privat ist er sportlich unterwegs, kocht und liest gerne.

© Andreas Hornoff

Birgit Lohmeyer wuchs in St.Pauli, Hamburg auf, studierte Erziehungswissenschaft und verbrachte dort einen großen Teil ihres Leben als Krimiautorin. Doch sie und ihr Mann Horst Lohmeyer hatten schon lange den Traum von einem Leben auf dem Land, weshalb sie 2004 ins kleine Dorf Jamel in Mecklenburg-Vorpommern zogen, um diesen zu verwirklichen. Zunächst lebten sie dort auch ein entspanntes und ruhiges Leben. Doch mit der Zeit änderte sich dies, da nach und nach „Neonazis“ in nach Jamel gezogen waren. (Dies machte sich unteranderen durch vermehrte Drohungen und einer wehenden Reichsflagge am Nachbarhaus bemerkbar.) 2007 begannen Birgit und ihr Mann Horst Lohmeyer das Musikfestival „Jamel rockt den Förster – für die Demokratie und Vielfalt“ zu veranstalten, um auf die Umstände in ihren Dorf aufmerksam zu machen. Deutschlandweit bekannt wurde es 2015, als die Toten Hosen dort auftraten und sich seitdem an der Organisation beteiligen. In der darauffolgenden Jahren traten Stars wie die Fantastischen Vier, Herbert Grönemeyer und Deichkind dort auf und erweiterten so die Reichweite des Festivals. In den letzten Jahren wurde die Organisation des Festivals allerdings durch politische Widerstände erschwert.

Wir wollen Frau Lohmeyer fragen, was sie dazu treibt sich so vehement für die Demokratie einzusetzen und was sie sich von der Politik und der Zivilgesellschaft wünscht.

© Jan-Philipp Welchering

Psychologe, Unternehmer und Autor Sebastian Klein gründete 2012 die App Blinkist, die Zusammenfassungen von Sachbüchern bereitstellt. Durch den Verkauf seiner Anteile an der App wurde er zum Multimillionär und gehörte zu den Reichsten Deutschlands. Jedoch traf Klein – nach der Erkenntnis, dass extremes Vermögen ein Problem darstellt – die Entscheidung, 90% seines Vermögens abzugeben und gemeinnützigen Zwecken zur Verfügung zu stellen. Klein baute 2017 das Medienunternehmen „Neue Narrative“ auf, für das er unter anderem in der Kolumne „Milliarden vs. Milliardäre“ schreibt.

Der 43‑Jährige kämpft gegen die ungleiche Vermögensverteilung und führt die Krise der Demokratie maßgeblich auf diese zurück. Er plädiert für eine Steuerreform zur Umverteilung von Vermögen sowie eine Obergrenze für Reichtum, um eine extreme Konzentration desselben bei einzelnen Individuen zu verhindern, und einen transparenteren Diskurs über Vermögen in der Öffentlichkeit. So ist es sein Ziel, finanzielle Sicherheit für alle in einer demokratischen und gerechten Welt zu gewährleisten. Den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und der Demokratiekrise hat Klein in seinem 2025 erschienenen Buch „Toxisch reich“ analysiert. Wir wollen von Sebastian Klein wissen, wie sich ein Abbau von sozialen Ungleichheiten auf die Stabilisierung der Demokratie auswirken könnte.

Kategorien
From 9 to 5 to anytime - LOHNt sich der Wandel in der Arbeitswelt?

From 9 to 5 to anytime – LOHNt sich der Wandel in der Arbeitswelt?

Hier der Link zur TIDE-Ausstrahlung auf YouTube: https://youtu.be/Xqu144Sfkto

Margaretha Rothe fragt:

From 9 to 5 to anytime – LOHNt sich der Wandel in der
Arbeitswelt?


Rekordzahlen bei Krankmeldungen, Fachkräftemangel vor allem in der Pflege und ein Arbeitsalltag, der kaum noch Zeit für Erholung, Freizeit, Familie oder Freundschaften lässt
– die Arbeitswelt scheint sich nicht an das Leben anzupassen, sondern umgekehrt. Für viele junge Menschen ist klar: So wollen wir nicht weiterarbeiten. Sie fordern mehr
Sinnhaftigkeit, Flexibilität und eine bessere Work-Life-Balance.

Doch während sich die Prioritäten der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verändern, wächst in Politik und Wirtschaft die Sorge um die Zukunft des Renten- und Pflegesystems
und die Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden. Ein zu starker Fokus auf persönlicher Erfüllung erscheint bedrohlich für den Wohlstand des Landes.

Klar ist aber: Wenn wir zufrieden, gesund und nachhaltig arbeiten wollen, muss sich etwas verändern. Wir fragen uns: Wie könnte die Arbeitswelt der Zukunft aussehen? Sind
Digitalisierung und künstliche Intelligenz die Lösung aller Probleme oder braucht es strukturelle Änderungen der Arbeitszeiten und ein grundlegend anderes Verständnis von
Wohlstand? Wie viel Wandel kann sich unsere Wirtschaft überhaupt leisten?

Schüler*innen des Margaretha-Rothe-Gymnasiums diskutieren darüber im Rahmen unserer jährlichen Podiumsdiskussion „Margaretha Rothe fragt…“ am 24. April 2025 mit der Autorin und Speakerin Sara Weber, dem Arbeitspsychologen Sebastian Jakobi, dem
CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Christoph Ploß und der kaufmännischen Geschäftsführerin von HAMBURG WASSER Gesine Strohmeyer.

Über die Veranstaltung

Wann: Donnerstag, 24. April 2025, 19:00 Uhr (Einlass um 18:30 Uhr, kein Nacheinlass möglich)
Wo: Aula des Margaretha-Rothe-Gymnasiums (Langenfort 5, 22307 Hamburg)
Eintritt: 1€
Gruppen-/Klassenanmeldungen bitte an Blanca.creuzburg@mrg-online.org

Weitere Infos unter: www.mrfragt.mrg-online.de


Live-Übertragung der Veranstaltung durch TIDE.tv

Wann: Donnerstag, 08. Mai 2025, 20:00 Uhr
Wo: auf unserer Webseite oder auf Tide.tv oder im Kabelfernsehen (Tide.tv)

Die Veranstaltung wird von TIDE.tv zur Fernsehausstrahlung aufgezeichnet. Mit Veranstaltungsbesuch erklären Sie Ihr Einverständnis zur Bildaufnahme und der etwaigen Veröffentlichung im TV und auf Social Media (Youtube, Instagram, TikTok) – für sich und ggf. für Ihr
minderjähriges Kind.


Über uns

„Margaretha Rothe fragt…“ ist die führende politische
Diskussionsveranstaltung an Hamburger Schulen. Seit 2014
fragen Schüler*innen des Margaretha-Rothe-Gymnasiums
Menschen zu allem, was gerade politisch, gesellschaftlich oder
wirtschaftlich wichtig ist. In den vergangenen Jahren durften wirnamhafte Gäste wie Robert Habeck, Luisa Neubauer, Gregor Gysi und Peter Tschentscher begrüßen. Wir kooperieren mit dem Bürgerkanal TIDE.tv und
werden gefördert von der Claussen-Simon-Stiftung.


Unsere Gäste

Die (Bestseller-)Autorin, Speakerin und Expertin für die Zukunft der Arbeitswelt Sara Weber wurde am 13. Mai 1987 in Bayern geboren und beschäftigt sich damit, wie die Arbeitswelt nachhaltiger und zukunftssicher gestaltet werden kann.

Die 37-Jährige plädiert dabei für Diversität, Gerechtigkeit und die Nutzung von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz.

Weber studierte Publizistik und Buchwissenschaft in Mainz und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Nachdem sie als selbstständige Autorin für z.B die Zeit und Süddeutsche Zeitung tätig war, arbeitete sie fünf Jahre bei LinkedIn als Senior Managing Editor.

Weber hat zwei Bücher zum Thema Arbeit veröffentlicht, im Jahre 2023 Die Welt geht unter, und ich muss trotzdem arbeiten? und Das kann doch jemand anderes machen! Wie KI uns alle sinnvoller arbeiten lässt im Jahre 2024. Außerdem schreibt die für Spiegel Online die Kolumne „ÜberArbeiten“.

Wir wollen von Sara Weber wissen, welche Chancen ein Wandel in der Arbeitswelt birgt und welche Rolle Künstliche Intelligenz dabei spielen kann.


Sebastian Jakobi ist ein deutscher Diplom-Psychologe, spezialisiert in Arbeits- und Organisationspsychologie. Als selbständiger Arbeitspsychologe mit Sitz in Potsdam berät er Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und andere Organisationen in ganz Deutschland. Er analysiert die psychische Belastung am Arbeitsplatz und entwickelt Lösungsvorschläge für seine Kunden, um die Zufriedenheit und seelische Gesundheit der Mitarbeitenden zu erhalten und zu fördern und um Unternehmen zukunftsfest zu machen. 

Jakobi ist im Bundesverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) als Mitglied der Sektion Wirtschaftspsychologie engagiert. 

Vor seiner Selbstständigkeit arbeitete er unter anderem als Dozent im Bereich Arbeits- und Organisationspsychologie an der Philipps-Universität Marburg sowie für eine global führende Unternehmensberatung im Bereich Arbeitgeberattraktivität und für einen deutschlandweit führenden Anbieter von betrieblichen Arbeitsschutz- und Gesundheitslösungen. Sein beruflicher Werdegang hat ihm Einblicke in vielfältige Branchen und Unternehmenstypen ermöglicht. 

Wir möchten von Sebastian Jakobi wissen, wie sich der aktuelle Wandel in der Arbeitswelt auf die psychische Belastung der Arbeitnehmenden auswirkt.


Dr. Christoph Ploß ist ein deutscher Politiker und promovierter Historiker. Ploß ist seit der Bundestagswahl 2017 Mitglied des Bundestages. Von September 2020 bis April 2023 war er Landesvorsitzender der CDU Hamburg. 

Ploß wurde am 19. Juli 1985 in Hamburg geboren. Sein Politik- und Geschichtswissenschaftsstudium an der Universität Hamburg schloss er 2009 mit einem Master of Arts abschloss. 2017 promovierte er an der Universität Hamburg. Während dieser Zeit war er Mitarbeiter des CDU-Bundestagsabgeordneten Dirk Fischer. Mitglied der CDU ist er seit 2005. 2008 wurde er in die Bezirksversammlung Hamburg-Nord gewählt. Seit 2010 ist er Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Winterhude und seit 2016 Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Hamburg-Nord. Zudem war er von 2011 bis 2017 stellvertretender Fraktionsvorsitzender sowie Fraktionssprecher für Umwelt und Verkehr. Im Jahre 2020 wurde Vorsitzender der CDU Hamburg, ein Amt, das er bis April 2023 innehatte. Bei der Bundestagswahl 2025 gewann er im Wahlkreis Hamburg-Nord ein Direktmandat. Seine Schwerpunkte liegt auf der Weiterentwicklung der Europäischen Union, der Infrastruktur und auf Generationengerechtigkeit.

Zum Thema Arbeit fordert er die Anwerbung qualifizierter Arbeitskräfte aus dem Ausland gegen den Fachkräftemangel und die Stärkung des Unternehmertums, vor allem in der jungen Generation.

Wir wollen von Christoph Ploß wissen, inwiefern der Wandel in der Arbeitswelt den Wohlstand unseres Landes bedroht – und ob wir unsere Definition von Wohlstand verändern müssen.


Gesine Strohmeyer, die seit 2022 als kaufmännische Geschäftsführerin bei HAMBURG WASSER tätig ist, wurde 1965 in Schwaan-Waldeck, Kreis Bützow, geboren. Bevor sie ihr Studium als Diplom-Wirtschaftsingenieurin aufnahm, absolvierte Gesine eine Ausbildung zur Instandhaltungsmechanikerin bei EURAWASSER Nord.

Strohmeyer übernahm dort Aufgaben im Kundenservice und in der IT-Abteilung, bevor sie dann viele verschiedene Führungspositionen u.a Abteilungsleitung im Kundenservice (1993), Kaufmännische Direktion (2001) und weitere übernahm.

Sie fokussiert sich besonders auf die Herausforderungen des demografischen Wandels und nutzt die Möglichkeiten der digitalen Veränderung. Ihr Ziel ist es, HAMBURG WASSER als starken und zuverlässigen Partner für Hamburg und als Unternehmen für die Zukunft gut aufzustellen.

Gesine Strohmeyer, wir wollen von Ihnen wissen, wie sich Veränderungen in der Arbeitswelt auf Unternehmen auswirken werden.